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Bestattungsarten denen eine
Feuerbestattung zwingend voraus geht

Seebestattung

Da das Bestattungsrecht in Deutschland Sache der einzelnen Bundesländer ist, gibt es auch unterschiedliche rechtliche Voraussetzungen. Vom Antrag auf Entbindung vom Friedhofszwang (wie hier in Bayern) bis hin zur völligen Gleichstellung mit anderen Bestattungsformen reicht die Bandbreite der gesetzlichen Verordnungen.

Seeurnen bestehen aus entsprechenden Materialien wie Zellulose, gepresstem Sandstein oder anderen Mineralien und lösen sich sehr schnell nach der Beisetzung vollständig im Wasser auf. Die genauen Koordinaten der Position der Seebestattung werden in das Schiffslogbuch eingetragen. Auf Wunsch erhalten die Angehörigen eine Urkunde mit diesen Koordinaten und einen Auszug aus dem Logbuch des Beisetzungsschiffes. Der Kapitän spricht dabei die Trauerrede. Da das Übergeben von Kränzen mit Schleifen und Blumengebinden nicht erlaubt ist, werden meist einzelne Blumen oder Blütenblätter als Letzter Gruß auf das Seegrab gestreut. Ein nach speziellen Vorgaben vom Floristen gefertigter kleiner Kranz kann zur Markierung des Seegrabes verwendet werden, während das Schiff eine Ehrenrunde um das Seegrab fährt und sich dann mit drei Signaltönen von der Bestattungsposition verabschiedet. Möglichkeiten bestehen hierfür nahezu in jedem Meer, von Deutschland aus vorwiegend in der Nord - Ostsee, aber auch im Atlantik und Mittelmeer.

Diamantbestattung

Der Trend zu immer mehr Individualität der Kunden, hat auch unser Unternehmen erreicht. Dabei gelten die für Deutschland getroffenen Bestattungs-Regelungen als äußerst streng. Dennoch können sich immer neue Bestattungsarten, wie die Diamantbestattung etablieren.
Es handelt sich im Prinzip um eine veränderte Erscheinungsform der Beisetzung. Auch der Diamantbestattung (ähnlich der Seebestattung) geht eine Einäscherung, wie bei der Feuer- bzw. Urnenbestattung voraus. Allerdings wird die Asche des Verstorbenen nicht in Erde oder Meer beigesetzt, sondern einer weiteren Verarbeitung zugeführt, der Diamant Herstellung .Nach dem mehrwöchigen Herstellungsprozess können die Diamanten in Schmuckstücke oder andere Gegenstände eingefügt werden und bilden somit eine dauerhafte Erinnerung an die verstorbene Person, ohne, dass die Nähe verloren geht.

Almwiesenbestattung

Bei der Almwiesenbestattung handelt es sich um eine Sonderform der Bestattung. Sie ist gedacht für besonders naturverbundene Menschen, die sich zu Lebzeiten gerne in den Bergen aufgehalten haben. Die Urne wird auf einer Almwiese vergraben. Grabsteine oder Kreuze sind in der Regel nicht vorgesehen. Teilweise erfolgt die Almwiesenbestattung auch ohne Urne durch Verstreuen auf der Wiese. In Deutschland ist die Almwiesenbestattung wegen des Friedhofszwanges verboten. In der Schweiz ist sie erlaubt und auch für deutsche Staatsbürger durchführbar. Allerdings sollte man bedenken, dass dann die Nähe zum Bestattungsort fehlt.

Luftbestattung

Unter dieser Bestattungsart versteht man allgemein, das Verstreuen einer eingeäscherten Leiche. Die Asche wird von einem Heißluftballon oder einem Flugzeug in einer festen Zeremonie ausgestreut. Angehörige können an dieser Luftbestattung selbstverständlich teilnehmen. Die Luftbestattung ist in Deutschland noch nicht erlaubt, doch bei unseren Nachbarn in Frankreich und auch in der Schweiz weit verbreitet. Vor einer Luftbestattung muss der Verstorbene eingeäschert werden. Die Asche wird bei der Luftbestattung in einer außergewöhnlichen Zeremonie mit einem Heißluftballon ausgestreut. Dies ist beispielsweise während einer ruhigen Fahrt, über einem ganz bestimmten Waldgebiet. Auch in Tschechien kennt man die Einäscherung mit einer anschließenden Verstreuung in den Wind. Die Luftbestattung ist also auch dort möglich, die Asche wird dabei auf genehmigte Wiesengebiete ausgestreut.

Baumbestattung

Bei der Baumbestattung wird die Asche Verstorbenen im Wald direkt zu den Wurzeln eines Baumes gegeben. Der Baum ist Grab und Grabmal, er nimmt die Asche mit den Wurzeln auf als Sinnbild des Lebens über den Tod hinaus. Die Beisetzung der „zersetzlichen“ Urne kann statt im direkten Wurzelbereich von Bäumen auch auf Wiesen oder in Wäldern auf speziell ausgewählten Flächen erfolgen. Auch so kann die körperliche Substanz des Verstorbenen, die Kremationsasche, schnell in den Naturkreislauf gelangen. Der Wunsch des Verstorbenen sollte möglichst schriftlich fixiert sein, um den Nachkommen die Durchführung der Formalitäten zu erleichtern. Die Grabpflege übernimmt die Natur. Ein Vorteil für die Nachkommen besteht in der geringeren Notwendigkeit der individuellen Pflege dieser Grabstätte und doch ist ein angenehmer Platz für den Trauernden vorhanden. Ein Ort der Ruhe und Besinnung in der Landschaft kann den Hinterbliebenen bei der Überwindung der Trauer helfen.

Weltraumbestattung

Bei der Weltraumbestattung handelt es sich wohl um die außergewöhnlichste Bestattungsart überhaupt. Dabei wird eine Einäscherung vorausgesetzt. Prinzipiell handelt es sich bei einer Weltraumbestattung eher um eine symbolische Art der Beisetzung, da meist nur ein kleiner Teil der Asche ins Weltall geschickt wird, um die Kosten möglichst gering zu halten. Die Weltraumbestattung ist eine Bestattungsart, bei dem ein kleiner Teil der kremierten Asche in eine spezielle Urne gefüllt und in den Weltraum geflogen wird. Der Hauptteil der Asche wird konventionell auf eine der anderen Bestattungsarten beigesetzt, Friedhof, Friedwald , in der Luft oder der See. Da die Anzahl der Weltraummissionen begrenzt ist, kann es Wartefristen von mehreren Jahren geben. In der Regel aber findet jedes Jahr ein Start statt. Wie bei der Seebestattung müssen eine Willenserklärung und eine behördliche Genehmigung vorliegen bzw. beantragt werden.